Erfolgsfaktoren agiler Unternehmen: Sinnhaftigkeit, Transparenz, Autonomie

Egal über welche hervorragenden Fähigkeiten ein einzelner Mensch verfügt, er wird sich alleine gegen kollektives Wissen in einer vernetzten Welt nicht behaupten können. In einer vernetzten Welt, in der Wertschöpfung immer stärker von Besitz und Auswertung von Daten geprägt wird, ist das kollektive Wissen aller Beteiligten einfach erfolgreicher. Ergebnisse sind Anpassung, Weiterentwicklung oder gar disruptive Konzepte.

Es ist schon schwer genug mit bisher erfolgreichen Geschäftsmodellen an die Spitze zu kommen und Erster zu werden. Es ist aber noch viele schwieriger diese Position gegen die vielen hungrigen und hoch motivierten Mitbewerber zu verteidigen. Sich Tag ein Tag aus anzustrengen, Dinge in Frage zu stellen und zu verwerfen, sich dabei kontinuierlich weiter zu entwickeln und nicht auf bisherigen Lorbeeren auszuruhen, kostet unglaublich viel Anstrengung. Agile Unternehmen sind dazu in der Lage.

Facebook formuliert dies wie folgt:

„If we don’t create the next thing that kills Facebook, someone else will do.“

In dem Dreiklang von Sinnhaftigkeit, Transparenz und Autonomie ermöglicht die Sinnhaftigkeit „Leitplanken und Orientierung“. Warum gibt es unser Unternehmen und wie schaffen wir mit unseren Leistungen einen herausragenden Nutzen für unsere Kunden in Verantwortung zu unserem Wirkungsraum? Welche Werte halten uns zusammen und wie gehen wir miteinander, mit unseren Lieferanten und Partner und natürlich mit unseren Kunden um? Dies beinhaltet, dass man weiß, wie man persönlich zum Unternehmensergebnis beiträgt und welche Aufgaben in der nächsten Periode umzusetzen sind.

Der zweite entscheidende Schritt ist, dass Informationen transparent für alle zur Verfügung stehen. In der vernetzten Gesellschaft lassen sich Informationen sowieso nicht mehr kanalisieren oder verbergen, wie man beispielsweise an Wiki Leaks sieht. Selbst in militärischen Operationen stehen den Soldaten alle Informationen transparent zur Verfügung. Der Vorteil ist wesentlich größer als mit Informationen sehr restriktiv umzugehen.

Der dritte Faktor ist Autonomie. Jeder Mensch strebt nach Vorhersehbarkeit und Verantwortung. Eigene Gestaltungsmöglichkeiten fördern die Motivation und die Bereitschaft sich mit all seinen Potenzialen einzubringen. Wenn diese durch demotivierende Führung konterkariert wird, gehen die Menschen in die innere Emigration und Handeln nur noch auf Anweisung, mit tiefgreifenden, wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen.

In dem Zusammenspiel von Sinnhaftigkeit, Transparenz und Autonomie werden die Potenziale der Mitarbeiter erschlossen. Autonomes Handeln auf der Basis von durch Sinnhaftigkeit geprägten Leitplanken in Kombination mit größtmöglicher Transparenz ermöglicht autonome, selbstverantwortliche Potenzialentfaltung der Mitarbeiter. Eine agile Unternehmenskommunikation ermöglicht und ist die Voraussetzung für die Erschließung dieser Potenziale in der digitalen Transformation.

 

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